Psalmvertonungen all’italiana
Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791) und Marianna Martines (1744 – 1812) waren zwei Figuren der Wiener Klassik mit ausgeprägtem künstlerischen Bewusstsein. Martines war eine durchaus renommierte Komponistin,
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Psalmvertonungen all’italiana
Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791) und Marianna Martines (1744 – 1812) waren zwei Figuren der Wiener Klassik mit ausgeprägtem künstlerischen Bewusstsein. Martines war eine durchaus renommierte Komponistin, Sängerin und Cembalistin. Sie genoss eine exquisite Ausbildung bei Metastasio, Joseph Haydn und Nicola Porpora und veranstaltete rege Akademie-Konzerte, bei denen auch Mozart zu Gast war. Die Gaechinger Cantorey bringt beide durch italienische Psalmvertonungen in Dialog. In Davide penitente (1785) nach Psalm 51 bearbeitete Mozart das Kyrie und Gloria seiner Großen Messe in c-Moll und fügte zwei neuen Arien hinzu, während Martines in ihrer Kantate nach Psalm 42 (1770) einen seltenen Gast mit bezauberndem Klang im Orchester solistisch einsetzt: das Hackbrett! Zuvor erklingt ihre spritzige C-Dur-Sinfonie, ein entzückendes Werk dieser faszinierenden Frau.